Auf den Spuren des Dichterfürsten in Weimar...

Eine zweitägige Kurzreise führte die Gmünder Abendgymnasiasten der Klasse 12 an die Stätten der Weimarer Klassik. Impuls für diese Reise bot das neue Abiturthema – Goethes „Faust“ steht ab diesem Jahr auf dem Programm, und so lag der Wunsch nahe, den Schöpfer dieses außergewöhnlichen Werkes auch einmal selbst an seiner Wirkungsstätte zu besuchen.

Der erste Tag war folglich der Entdeckung von Goethes Weimar gewidmet: Ein Spaziergang durch die Stadt vermittelte durch die historische Kulisse und das allgegenwärtige Pferdegetrappel auf Kopfsteinpflaster bereits erste Eindrücke der Lebenswelt vor 200 Jahren. Kleine Anekdoten wie etwa vom verärgerten, weil durch Kutschenlärm geplagten Goethe machten den Weg bis zum Nationalmuseum unterhaltsam. Ein Zwischenstopp bei der Goethe-Schiller-Skulptur wurde gerne eingelegt, damit die Handyspeicher auch mit Bildern gefüllt werden konnten. Mehrere Stunden verbrachte die Klasse anschließend im informationsreichen Museum mit angeschlossenem Wohnhaus, in dem weitere persönliche Gegenstände wie etwa der Schreibtisch und die Bibliothek Goethes ebenso wie sein Bett und das städtische, von Christiane Vulpius angelegte Gemüsegärtchen bewundert werden konnten.

Anschließend ging es weiter zum Historischen Friedhof, der Fürstengruft und den Steinsärgen Goethes und Schillers. Begleitet von ihrer Deutschlehrerin Silke Hansen machte sich die Gruppe am Nachmittag auf zu dem im Park an der Ilm gelegenen Gartenhaus Goethes sowie dem Römischen Haus, dessen Entstehung er in der Funktion als Baumeister maßgeblich beeinflusst hatte. 13.800 Schritte bei 30° C innerhalb eines Tages: am Abend wussten die Schüler, warum sie müde waren.

„Wenn Engel reisen...“, kommentierte der Schlosswächter das Auftauchen der munteren Truppen auf Schloss Belvedere, der letzten Station der Kurzreise, bei herrlichem Wetter. Einem ausgedehnten Rundgang durch die gepflegten Parkanlagen mit Orangerie, Springbrunnen und Felsenturm folgte die Besichtigung des 1722 entstandenen Schlosses im Inneren. Ausgerüstet mit Audioguides erfuhren die Schülerinnen und Schüler allerlei über die Nutzung der Räume sowie des Interieurs des kleinen Lust- und Jagdschlosses, bevor nach einer ausgiebigen Mittagspause die Heimfahrt angetreten wurde. „Schee war´s“, lautete der einhellige Kommentar zu dieser Bildungsfahrt, die mancherlei Staunenswertes für die Schülerinnen und Schüler des zweiten Bildungswegs hervorbringen konnte.

Meinungen & Erfahrungen

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